Termine

Das Sekretariat ist vom 21.08. bis zum 08.09.2017 täglich von 08:00 Uhr bis 12:30 Uhr besetzt.

Projekttage im Herrenholz

HerrenholzDie Klassen 8a, 8b und 8c nahmen am Umweltbildungsangebot „Vom Fichtenwald zurück zum Eichenwald“ im Herrenholz teil.

 

Veranstaltet und durchgeführt wird dieses Angebot vom Förster und Waldpädagogen Horst Wieting vom Waldpädagogikzentrum Ahlhorn. Für jede Klasse begann der jeweilige Projekttag zunächst mit einer waldpädagogischen Führung. Später pflanzten die Schüler selber verschiedene Laubbäume und nahmen damit aktiv an der Umgestaltung eines Waldstücks mit.

Im Naturwald Herrenholz wurde den Schülern anschaulich vermittelt, wie der Wald wohl in der Region ausgesehen haben mag, bevor die Menschen hier gesiedelt haben und in die natürlichen Abläufe des Waldes eingegriffen haben. Herr Wieting erläuterte dabei den Schülern vor allem die Bedeutung eines naturbelassenen Waldes, der insbesondere im Totholz vielen gefährdeten Insektenarten einen Lebensraum bietet.

Vom Naturwald ging es in einen Waldbereich, indem vor allem Buchen wachsen. Hier kann man erkennen, wie junge Buchen, die sich hier von alleine ausgesät haben und selbst im Schatten der älteren Bäume wachsen können. Diese Eigenschaft bevorteilt die Buche gegenüber allen anderen Baumarten und erklärt, dass wir in Niedersachsen ohne menschliche Beeinflussung überwiegend reine Buchenwälder vorfinden würden. Dass wir hier im Herrenholz so viele Eichen vorfinden, ist auf die extrem feuchten Böden zurückzuführen, auf denen sich im Winter häufig das Wasser staut. Ein Zustand, den die Buche nicht verträgt. Darüber hinaus ist der Wald hier über Jahrhunderte für den Vieheintrieb genutzt worden, was dazu geführt hat, dass man die Eichen insbesondere als Nahrungsquelle für die Schweine bevorzugt geschont hat.

Vom Laubwald ging es in einen umfangreichen Nadelwaldbereich, der überwiegend aus Fichten und Douglasien besteht. Wirtschaftliche Gründe und ein hoher Holzbedarf führten dazu, dass mittlerweile die ursprünglichen Eichen-Buchenwälder des Herrenholzes an vielen Stellen durch Nadelwälder abgelöst worden sind.

Nicht unproblematisch, weil gerade auf den nassen Standorten insbesondere die Fichte sehr windwurfgefährdet ist und in der Folge häufig der Borkenkäfer die Fichtenbestände durch Fraß flächig zum Absterben bringt. Aus diesem Grund werden diese Bereiche allmählich wieder mit Laubbäumen ergänzt.

Und damit begann jetzt der 2. Teil des Projekttages. Nach einer kurzen Pause beteiligten sich jetzt die Schüler aktiv an der Umgestaltung dieser Nadelbereiche, zusammen mit den Forstwirten Christoph Sievers und Gerd Budde, die bereits auf der einer größeren Lichtung mit der Pflanzung begonnen haben. Zusammen mit anderen Schulklassen werden hier jetzt etwa 7000 Eichen gemischt mit Linden, Hainbuchen und Ulmen gepflanzt, damit hier die nächste Waldgeneration heranwachsen kann.

Die Schüler hatten hier die Möglichkeit in unmittelbarer Umgebung, Nachhaltigkeit zu praktizieren und an der Gestaltung des Waldes von morgen mitzuwirken. Vorgaben aus den Unterrichtsinhalten der Sekundarstufe eins können so praxisnah vermittelt werden. Die Auswirkungen menschlicher Eingriffe in das Ökosystem und deren Auswirkungen auf den Menschen und seine Lebensumgebung sowie Gründe für einen verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Umwelt kann an konkreten Beispielen belegt werden.

Nach etwa 3 Stunden verließen die Schülerinnen und Schüler die Kulturfläche Richtung Bus, der bereits im Wald wartete. Teilweise auch etwas erschöpft, die Kleidung gezeichnet vom Pflanzen der jungen Setzlinge, aber auch zufrieden, ob der Erkenntnis, hier heute Bäume gepflanzt zu haben, von denen noch ihre Kinder, Enkel und Urenkel profitieren werden.

 

 

Weitere Bilder der Projekttage sind in der Galerie zu finden.