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Exkursion des Biologiekurses ins Herrenholz

wald Der Biologie-Grundkurs des Jahrgangs 11 hat eine Exkursion ins Herrenholz in Timpen/Lutten gestartet. Robert Kuhlmann, Benedikt Gnosa und Steffen Scheper haben darüber einen Bericht geschrieben.

 

Was blüht denn da? - Die Exkursion des Biologiekurses ins Herrenholz

Es ist ein sonniger Montagmorgen an jenem 23. Juni 2014. Der Biologie Grundkurs von Herrn Prasse trifft sich um viertel nach acht in Timpen/Lutten am Rand des Herrenholzes, um sich in den folgenden vier Stunden in Theorie und Praxis mit dem Ökosystem Wald auseinanderzusetzen.

Viele von uns waren mit dem Fahrrad angereist und das trug, neben der Vorfreude auf einen interessanten Vormittag, zur allseitigen guten Stimmung bei.

Bereits im Voraus hatten wir die Exkursion im Unterricht vorbereitet. Materialien zu Themen wie der Laub-Mischwald-Vegetation und ihrem jahreszeitlichen Entwicklungsgang, ihrer Schichtung, der Lichtverhältnisse, des Zusammenhangs von Waldgesellschaft und Standort, Klima und Boden wurden gemeinsam bearbeitet, Informationen über das Herrenholz ausgetauscht. So hatten wir uns einen guten Überblick über das dortige Ökosystem verschafft, den es nun durch selbstständige, praktische Untersuchungen zu vertiefen galt.

Herrenholz ist der Name eines Naturschutzgebiets in den niedersächsischen Gemeinden Goldenstedt und Visbek. Das Herrenholz umfasst insgesamt rund 700 Hektar. 32 Hektar dieses Waldgebietes stehen unter Naturschutz. Davon sind 21,2 Hektar als Naturwaldreservat deklariert, was bedeutet, dass dort jeglicher menschlicher Eingriff untersagt ist.

Unsere praktische Arbeit begann mit der Untersuchung eines 1 m2 großen Abschnittes im Wald, einer Vegetationsaufnahme der Krautschicht also. Die dort wachsenden Pflanzen wurden bestimmt, und wie vorher im Unterricht besprochen fanden auch der Deckungsgrad, die Schichtung der Waldgesellschaft und der Lichteinfall in einem Radius von 10 m Beachtung. Beispielhaft wurden für die von uns bestimmten Arten die Zeigerwerte ermittelt und die mittlere Zeigerzahl berechnet.

Es folgten mit einfachen Feldmethoden Untersuchungen des Bodens: Feuchte, Gefüge/Krümelstabilität, Dichte, Bodenart und Humusgehalt wurden ermittelt und in das entsprechende Formular eingetragen.

Während unserer Arbeit stand Herr Prasse uns mit Rat und Tat zur Seite und die Leidenschaft und Begeisterung unseres Kursleiters übertrug sich auch auf uns.

Im Verlauf dieses Vormittags bemerkten wir die Vielfalt der dort lebenden Pflanzen und Tiere. Es wurde deutlich, dass eine dichte Vernetzung zwischen den einzelnen Lebewesen vorliegt und dass sich an diesem Standort nicht zufällig ein Eichen-Birken-Wald entwickelt hat, sondern dass der Standort mit seinen besonderen Umweltfaktoren diesen Waldtyp bestimmt.

Es bereitete uns allen viel Freude, die theoretische Arbeit während des Unterrichts durch eine Übertragung auf die praktische Untersuchung im Wald zu ergänzen.

Sehr herzlich danken wir Herrn Prasse, dass er uns diesen Einblick ermöglichte. Wir hoffen, dass auch folgende Kurse in den Genuss einer solchen Exkursion kommen und so hautnah erfahren, wie wichtig der Erhalt unserer Natur ist.